Worttransport und Reformationsempfang

Zwei Höhepunkte im Reformationsjubiläumsjahr organisierte das Evang.-Luth Dekanat Bamberg für Ende Juli in ökumenischer Verbundenheit:

Am Freitag, 21. Juli 2017, machte der „Worttransport“ mit drei großen Fahrzeugen Station in Bamberg. Auf dem Maxplatz mitten in der Domstadt konnten Gäste, Interessierte und Passanten im Reformationsmobil, dem Bibelbus und auf dem Bühnenbus der Reformation nachspüren, mitmachen und einfach genießen. Vormittags stand "Luther im Kinderzimmer" auf dem Programm mit Bühnengeschichten und Workshops für angemeldete Schulklassen. Ab 14:30 Uhr lud das Team vom Worttransport dann zu "Katharinas Teatime" ein. Nicht nur Tee und Gebäck erwarteten dann die Gäste: Ein buntes Rahmenprogramm begleitete den Nachmittag, an dem jeder eingeladen war, mitzumachen. Die Evang. Jugend organisierte einen Thesenanschlag, der Film "Reformation reloaded" war zu sehen, wer Lust hatte, konnte sich auf Schatzsuche begeben oder an einer Kunstaktion teilnehmen. Ab 19.00 Uhr konnte man dann Martin Luther höchstselbst in "Luthers Biergarten" begegnen, der "Katharinas Teatime" ablöste. Bei Reformationsbier und Bratwürsten lud Martin Luther, alias Schauspieler Martin Neubauer, ein zu einem musikalisch-szenischen Abend. Die musikalische Gestaltung übernahmen der Teeniechor und die Kantorei St. Stephan, sowie der Kantatenchor der Erlöserkirche und die Brasserie unter Leitung von KMD Ingrid Kasper und Dekanatskantor Martin Wenzel. „Mit dem Worttransport mitten in der Stadt wollen wir auch Menschen erreichen, die nicht in die Kirche gehen“, beschreibt Andrea Hofmann vom Evang.-Luth. Dekanat Bamberg die Idee hinter der Aktion. Initiator der Worttransport-Tour, die in vielen Orten Bayerns Station macht, ist das Amt für Gemeindedienst. So erklärt sich auch der Name: Das Wort Gottes wird von einem Ort zum anderen transportiert, natürlich auch erinnernd an Martin Luthers Bibelübersetzung und den Bibelvers „Am Anfang war das Wort“.

Tags darauf, am 22. Juli, fand der offizielle Reformationsempfang des Evang.-Luth. Dekanatsbezirkes Bamberg im Stephanshof statt. „Wir laden ausdrücklich und herzlich alle Menschen ein, die Lust haben, mit uns zu feiern“, betonte der Evang.-Luth Dekan Hans-Martin Lechner. Mit einem ökumenischen geistlichen Beginn ging es um 18 Uhr an langen Tafeln in Tischgemeinschaften los. Vertreter des öffentlichen, religiösen und gemeindlichen Lebens, darunter Erzbischof Ludwig Schick und Oberbürgermeister Andreas Starke, brachten persönliche Statements als „Tischreden“ ein - wie einst üblich zu Luthers Zeiten. Reformationsbier aus einer Brauerei des Dekanatsbezirkes und eine passende Brotzeit sorgten für das leibliche Wohl. Bei dem anschließenden „Abend der Begegnung“ wurden sowohl die Thesen der Jugend wie auch die künstlerischen Schreibgespräche, die am Vortag beim Worttransport am Maxplatz entstanden sind, zur Mitmachaktion des Abends. Mit einer ökumenischen Nacht der Lichter im Geist von Taizé wurden beide Tage gegen 21:30 Uhr in der Stephanskirche beschlossen.

So schlug das Evang.-Luth. Dekanat Bamberg an diesem Wochenende den Bogen vom Maxplatz zum Stephanshof, vom gesellschaftlichen, bürgerlichen Mittelpunkt zum kirchlichen, ökumenisch verbindenden Ort.

Weitere Veranstaltungen zum Reformationsjubiläum finden Interessierte im Internet unter www.dekanat-bamberg.de/reformationsjubiläum-2017